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Aus dem Verein

Frau Nieß für Mitarbeit im Behindertenbeirat ausgezeichnet

Medaillenübergabe an Frau Dr. Nieß

Seit 1999 vertritt Frau Nieß im Behindertenbeirat der Stadt München den Verein autismus Oberbayern im Facharbeitskreis "Unterstützungsangebote". Dieses langjährige ehrenamtliche Engagement wurde mit der Medaille "München leuchtet - den Freundinnen und Freunden Münchens" in Bronze anerkannt. Frau Bürgermeisterin Christine Strobl überreichte die Medaille in einer Feierstunde beim Neujahrsempfang des Behindertenbeirats, in dem Herr Utz, der Behindertenbeauftragte der Stadt München, die Vorstände und Vertreter des Beirats und Stadträte zusammengekommen waren.

Die Vertreter des FA "Unterstützungsangebote" treffen sich etwa alle 6 Wochen. Derzeit tauschen wir uns vor allem über die neuen Gesetze - Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III - aus, diskutieren, wie wir sie aus "Amtsdeutsch" in ganz normale Sprache übersetzen können, wie wir die Familien über alle Änderungen informieren können. Wir erforschen, wo sich Zuständigkeiten ändern, wen wir bei Problemen ansprechen können. Nach wie vor sind Mitglieder des Behindertenbeirats auch mit Stadträten und Vertretern der Verwaltung in gemein-samen Arbeitsgruppen damit beschäftigt, die UN-Behin-dertenkonvention Schritt für Schritt zur Realität werden zu lassen.

N. Nieß


Neue Leitung im Helferdienst

Sylvia Pospiech

Liebe Familien, liebe zu Betreuende, liebe Helferinnen und Helfer, … damit Sie sich nicht wundern, dass Sie ab jetzt immer mich am Telefon haben und meinen Namen unter den Mails vom Helferdienst sehen werden. Ab 1. Februar 2017 habe ich, nach dem Ausscheiden von Frau Wanke, die Leitung des Helferdienstes übernommen. Allerdings bin ich keine ganz neue Mitarbeiterin bei Autismus Oberbayern! Im Oktober 2015 fing ich an für Autismus Oberbayern zu arbeiten. Vielleicht kennen Sie mich schon durch Ihre Teilnahme an Seminaren, die ich seitdem organisiere und größtenteils auch begleite.

Was meine neue Aufgabe betrifft, so hoffe ich, dass wir gut miteinander arbeiten werden. Für Fragen oder Wünsche bin ich von Anfang an gerne für Sie da. Außerdem haben meine Kollegin und ich noch Kapazitäten in unserer Sozialkompetenzgruppe. Über weiblichen, wie männlichen Zuwachs ab 18 Jahre würden wir uns freuen. Bitte setzen Sie sich mit mir in Verbindung, falls Sie jemanden wissen, die/der daran interessiert ist.

Ihre Sylvia Pospiech – Leitung Helferdienst/Seminare/Sozialtrainerin


Wir verabschieden uns von Frau Wanke

Die bisherige Leiterin des Helferdienstes, Frau Simone Wanke, verließ Ende Januar auf eigenen Wunsch den Verein, um ihren Master zu machen. Wir bedanken uns herzlich für ihre hervorragende Arbeit und ihr Engagement und wünschen ihr viel Erfolg und alles Gute!


Das Pflegestärkungsgesetz II

Seit 1.1.2017 wurde die Pflegeversicherung in weiten Bereichen verändert. Die Begutachtung durch den MDK wurde unter dem Gesichtspunkt verändert, dass nicht mehr die Minuten der Grundpflege gezählt werden, sondern dass in 6 „Modulen“ die jeweilige Selbständigkeit als Maß der Pflegebedürftigkeit gewertet wird. Die bisherigen Pflegestufen wurden in 5 Pflegegrade umgeordnet. Dabei wird die bisherige gesonderte Begutachtung der Alltagskompetenzen in die allgemeine Begutachtung eingebunden.

Wer bisher in eine Pflegestufe eingeordnet war wurde von den Pflegekassen automatisch zum Jahreswechsel in einen Pflegegrad eingestuft und zwar so, dass der behinderte Mensch ohne Einschränkung der Alltagskompetenz um einen Pflegegrad höher eingestuft wurde, der Mensch mit Einschränkung der Alltagskompetenz um zwei Pflegegrade höher eingestuft wurde.

Die Verhinderungspflege ist wie bisher erhalten geblieben. Die niedrigschwelligen Betreuungsleistungen, die bisher € 104.- bzw. € 208.- betrugen sind in Entlastungsleistungen mit einem einheitlichen Betrag von € 125.- umgewandelt worden.

Für autistische Menschen, die zu Hause oder ambulant versorgt werden hat sich der Geldbetrag, der an die Familien oder den behinderten Menschen bezahlt wird, deutlich erhöht. Die Verhinderungspflege ist gleichgeblieben. Für die Familien, die bisher die Erstattung der Betreuungsleistungen in Höhe von € 208.- erhielten sind die jetzigen Entlastungsleistungen mit € 125.- um € 83.- geringer als bisher. Da aber das Pflegegeld um etwa € 200.- höher ist als bisher, können Sie dann, wenn Sie bisher neben der Verhinderungspflege auch die Betreuungsleistungen in Anspruch genommen haben, dies auch weiterhin tun. Wenn der von der Pflegekasse übernommene Betrag erschöpft ist, können Sie aus dem Pflegegeld weiter solche Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen - wir können Ihnen dann dafür eine Rechnung stellen.

Eine Besonderheit besteht aber bei den Familien, deren Kind im Heim lebt.

Ende letzten Jahres sind alle Familien, die bisher Anspruch auf Entlastungsleistungen von monatlich 208,- Euro hatten, von ihrer Pflegekasse benachrichtigt worden, dass diese Entlastungsleistungen in Zukunft nur noch 125,- Euro betragen werden. Es werde dadurch aber niemand schlechter gestellt als vorher, da das monatliche Pflegegeld wesentlich erhöht werde.
Dies stimmt auch für die Familien, deren Angehörige noch zu Hause leben.
Es stimmt aber nicht für Familien, deren Angehörige im Heim leben: sie erhalten ja nur einen Bruchteil des monatlichen Pflegegelds; die Erhöhung dieses Bruchteils kann den Verlust von monatlich 208 – 125 = 83 Euro nicht ausgleichen.
Wenn Sie bei Ihrer Pflegekasse gegen diese Schlechterstellung Einspruch einlegen wollen, können wir Sie durch einen Musterbrief unterstützen (bitte anfordern im Büro). Eine Familie aus unserem Verein hat diesen Einspruch erfolgreich eingelegt.

N. Nieß, C. Nagy


Fehlerteufel beim Elterntreffen Innenstadt im letzten Rundbrief

Bei der Ankündigung der Elterntreffen München Innenstadt im Rundbrief Dezember 2016 hat sich ein Fehler eingeschlichen:
Es hat sich der Veranstaltungstag geändert, nicht der Veranstaltungsort. Dieser ist unverändert im ehemaligen Gasthaus „Hundskugel“, Hotterstraße 18, München (Achtung: kein Ausschank mehr).
Die nächsten Termine sind im Kalender vermerkt.

Anmeldung und Information:
Herr Müller, Tel.: 0172 / 370 5208, wolfgang.mueller@autismus-oberbayern.de

W. Müller


Autismus-Schule in München

Die Neuhof –Schulen in München haben eine Planungsgruppe gegründet, die sich damit beschäftigt, die Möglichkeit zur Gründung einer „Autisten-Schule“ auf privater Basis zu prüfen. Dabei ist angedacht, im September 2017 mit einer Schulklasse von 6 bis 8 Kindern aus dem Autismus-Spektrum zu starten.

Momentan werden alle Aspekte wie Lehrpläne und Inklusion, Anzahl der Lehrkräfte und unterstützendem Personal, Finanzierung, rechtlicher Status usw. betrachtet und Lösungen erarbeitet. Unterstützt wird diese Gruppe unter anderem von Frau Dr. Ullrich, Lehrstuhl für Pädagogik an der LMU München.

Interessierte Eltern können sich für weitere Informationen an Herr Müller wenden (wolfgang.mueller@autismus-oberbayern.de), der ggf. auch den Kontakt zur Arbeitsgruppe herstellen kann.

W. Müller


Ein Kind mit Autismus zu begleiten, ist auch eine Reise zu sich selbst

Lesung mit Frau Bauerfeind

Es freut uns sehr, dass Frau Bauerfeind sich dazu bereit erklärt hat, auch in München eine Lesung ihres Buches „Ein Kind mit Autismus zu begleiten, ist auch eine Reise zu sich selbst“ zu halten. Das Buch begeistert die Leser, alle ihre Lesungen waren bisher ausgebucht. Nach der ca. 1,5 stündigen Lesung gibt es noch die Möglichkeit, das Buch zu erwerben.

Dieses Projekt ist in Kooperation mit der Autismuskompetenzzentrum Oberbayern gGmbH entstanden.


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Freizeit- und Ferienangebote

U-Bahn-Club

Der U-Bahn-Club trifft sich in 2017 an folgenden Terminen:
11.03.2017, 08.04.2017, 20.05.2017, 17.06.2017, 15.07.2017, Sommerferien 23.09.2017, 21.10.2017, 18.11.2017, 16.12.2017
Der U-Bahn-Club findet immer samstags von 11.30 bis 14.30 Uhr statt. Wir treffen uns in der Poccisstr. 5.

Information u. Anmeldung: Irene Sawicki, Tel.: 089 / 316 51 46

I. Sawicki


Abfrage: U-Bahn-Club für Kinder, Freizeitgruppe für Kinder und Schwimmgruppe

Haben Sie ein Kind, welches gerne U-Bahn fährt? Oder unternimmt ihr Kind gerne etwas, auch gerne mit anderen Kindern zusammen? Geht es vielleicht sogar sehr gerne schwimmen? Dann melden Sie sich bitte im Büro bei Frau Gertrud Niggemann, Tel. 089 / 74 65 41 94 oder schreiben Sie eine Mail an mail@autismus-oberbayern.de.
Bei genügend Interessenten werden wir diese Gruppen gerne organisieren und durchführen

A. Merz


Erlebnispädagogische Kinderfreizeit – zweite Freizeit

Die traditionellen erlebnispädagogischen Freizeiten in Michelsneukirchen finden auch in diesem Jahr statt. Die erste Gruppe (05.08. – 12.08.2017) ist ausgebucht. Aber es besteht die Möglichkeit, bei genügend Teilnehmern, eine zweite Gruppe Anfang September oder in den Herbstferien zu organisieren. Interessenten sollten sich baldmöglichst bei Frau Scheck anmelden.

Kontakt: manuela.home@freenet.de

M. Scheck, W. Müller


Club für nicht oder wenig sprechende Jugendliche und Erwachsene mit Autismus

Auch in diesem Jahr treffen wir uns an insgesamt sechs Wochenendterminen, um gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen. Meist werden dies wieder Ausflüge ins Grüne und kleinere Wanderungen (Gehzeit ca. 1,5 bis 2 Stunden) sein. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Mindestalter von 14 Jahren, Freude an der Bewegung in der Natur und eine gewisse „Wetterfestigkeit“.

Unser erstes Treffen in diesem Jahr hat bereits stattgefunden – eine Wanderung durch den wunderschönen Nymphenburger Schlosspark mit anschließender Einkehr in der Schwaige.

Hier die Club-Termine für dieses Jahr:
Samstag, 25.03, Samstag, 20.05, Sonntag, 23.07 (Sommerfest), Samstag, 16.09 und Sonntag, 26.11.2017. (Eine gesonderte Einladung erfolgt jeweils ca. drei Wochen vor dem nächsten geplan-ten Termin.)
Die Teilnahmegebühr beträgt pro Jahr 45,- €, dazu kommen noch evtl. Kosten für Eintritte und Verpflegung. Jeder Teilnehmer kommt mit seinem eigenen Begleiter (kein Elternteil), den die Familie organisiert.

Falls Sie derzeit keinen Helfer haben, können Sie sich auch mit unserem Helferdienst in Verbindung setzen, Mail: helferdienst@autismus-oberbayern.de. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen! Teilnahmegebühr bei Beginn im März: 40 Euro.

Interessierte wenden sich bitte an Frau Westhoven (Leitung), Tel.: 089 - 95927060 oder an Herrn Nagy, Tel.: 089 - 6001 34 34, Fr. Nagy, Mail: christiane.nagy@autismus-oberbayern.de.

H. Westhoven


Freizeittreff für sprechende Autisten

An der Freizeitgruppe können selbständige Menschen mit Besonderheiten aus dem Autismus-Spektrum ab 18 Jahren teilnehmen.
Wir treffen uns einmal im Monat an einem Samstag (meist von 14 – 17 Uhr) und unternehmen etwas zusammen, wie z.B. einen Ausflug, einen Museumsbesuch, Bowling, kehren ein und haben eine schöne Zeit.

Aspietreff Samstagstermine in 2017: 11. März, 8. April, 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, Sommerpause im August, 9. September, 7. Oktober, 4. November, 2. Dezember

Wer zum ersten Mal dabei sein möchte und/oder wer noch nicht im E-Mail Verteiler oder auf der Adress- bzw. Telefonliste ist, bitte zuvor anmelden, da sich die Uhrzeit, je nach geplanter Aktivität, unterschiedlich sein kann.

Kontakt: Michaela Zimmermann (Dipl. Soz. Univ.)
Mobil: 0176-84031120
E-Mail: zimmermann.michaela@gmx.de

M. Zimmermann


Helferinnen für das Schnupperklettern in den Osterferien gesucht!

4 junge autistische Kletterer möchten in den Osterferien gerne das Angebot des Schnupperklettern mit Klettertrainer Herr Bauer annehmen. Uns fehlt aber noch jemand, der das Angebot ehrenamtlich organisieren könnte, da alle unsere Mitarbeiter in der Zeit vor Ostern mit anderen Arbeiten ausgelastet sind. Optimal wäre es, wenn ein Elternteil eines kletterbegeisterten Kindes die Organisationsleitung übernehmen könnte. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, schicken Sie bitte uns eine Mail an mail@autismus-oberbayern

A. Merz


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Künstlerische Angebote

Die Theatergruppe „Die Körpermomente“ spielt: RAUM-ZEIT-KONTINUUM

Die Schauspieler zeigen im kommenden Sommer ihr neues Theaterstück „Raum- Zeit-Kontinuum“. Es spielt in Gallien.

Gallien

Das neueste Theaterprojekt der Gruppe zeigt, dass in dieser Zeit nichts konstant ist - denn sicher ist, dass nichts sicher ist.

Als Entree sind alle herzlich eingeladen, den gewohnten Rahmen zu verlassen, da unser Stück im Freien stattfindet (außer es regnet, dann spielen wir drinnen). Darüber hinaus sind die Schauspieler bereit, euch zu zeigen, wie groß der Einfluss von Comics in unserem Leben ist.

„Was ist außerhalb der Erde? - Das hier ist ein Theater - jedoch eine Supernova können wir uns leider nicht leisten. Damit aber im „Raum-Zeit-Kontinuum“ nichts schief läuft, beschäftigen wir uns mit einem Schwarzen Loch“.

Falls noch weitere Schauspieler sich im „Raum-Zeit Kontinuum“ aufhalten möchten, gäbe es die Möglichkeit, unser Theaterstück noch mit weiteren Römern oder auch Spiderman oder Spiderwoman zu bereichern. Ihr könnt Euch einfach bei uns melden.

Wir proben jeden Samstag von 10.30 bis 13.30 Uhr in der Dülferstraße 34 – Hasenbergl-München.

Mit:
Benedikt Eglsoer
Anna Funk
Jochen Hopp
Markus Niggemann
Kristina Riefert
Manuel Schietinger
Regie: Otto Novoa
Assistenz: Johanna Sophia Winter
Musik: Klaus Wächter und Frank Dittmann

Premiere: Freitag, den 21. Juli 2017 um 20 Uhr Zweite Vorstellung: Samstag, den 22. Juli 2017 um 20 Uhr Ort: Spielplatz hinter der Dülferstraße 34.

Besuchen Sie unser Website: http://theaterundautismus-oberbayern.de/

Die Körpermomente


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Fortbildungsangebote und Besichtigungen

Mit iPad-Apps arbeiten

Das iPad fasziniert viele Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung und bietet als modernes Medium vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Egal ob in der Familie, Freizeit oder Schule, ob im Wohnbereich oder in der Arbeitswelt – das iPad kann ein hilfreicher Begleiter sein.


iPad-Workshops mit der GoTalk NOW-App: Einführung und Aufbau

Kommunikation ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Einige Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störung sprechen nicht oder nicht ausreichend und sind daher auf alternative Formen der Kommunikation angewiesen. In den letzten Jahren löst das iPad schwere und komplizierte Sprachgeräte und Talker mehr und mehr ab.

Eine äußerst vielseitige App ist „GoTalk NOW“. Egal ob komplexe Kommunikationsoberflächen, Tagebücher, Social Stories oder Lernspiele – mit „GoTalk NOW“ lassen sich im Handumdrehen Seiten und interaktive Bücher für jeden erdenklichen Anlass erstellen. Im Einführungs-Workshop wollen wir die App „GoTalk NOW“ kennenlernen, gemeinsam erste Seiten erstellen und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten mit Blick auf die jeweiligen Nutzerinnen und Nutzer betrachten. Grundkenntnisse im Umgang mit den Geräten sollten vorhanden sein. Im zweiten Teil bauen wir darauf auf und lernen weitere Ideen und ihre Umsetzung kennen.

Dank einer Spende der BARMER verfügt unser Verein über einige iPads zum praktischen Ausprobieren; bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie ein eigenes Gerät mit der App GoTalk NOW mitbringen können.

C. Nagy

Referentin: Sandra Dengler
Datum: Einführung: Sa., 25. März 2017, 10.00-14.00 Uhr, Aufbau: Sa., 20. Mai 2017, 10.00 – 14.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 1. Stock, 80336 München
Zielgruppe: Eltern und Fachleute
Kosten: 40 € pro Person je Workshoptag, ein zweites teilnehmendes Elternteil sowie Mitglieder des Helferdienstes zahlen 20 €.
Anmeldung: telefonisch bei Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111 oder per Mail an seminare@autismus-oberbayern.de
Mitarbeiter unseres Helferdienstes können für die Fortbildung 2x 3 Fortbildungspunkte bekommen.


Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Tagesworkshop: „Just do it!“
Der schwierige erste Schritt: Handlungsfähigkeit fördern bei Menschen mit Autismus. Der Kampf gegen chronische Aufschieberei (Prokrastination)

Menschen mit Autismus kennen das Problem mit Aufgaben, die zu spät oder nie erledigt werden: nicht geschriebene Hausaufgaben und Referate, nie abgeschickte Bewerbungsunterlagen, nie erledigte Telefonate für einen Praktikumsplatz u.v.a. Sie kennen das Problem, dass eine wichtige Idee, ein guter Plan nicht in die Tat umgesetzt wird? Die Folgen sind häufig schwerwiegend: schulisch, beruflich aber auch psychisch, unter anderem für den eigenen Selbstwert.
Lange Zeit wurde therapeutisch nur ein Teilaspekt, die Handlungsplanung gefördert. Diese Fortbildung beleuchtet das Problem von neuen Seiten, beschreibt die Komplexität der Zusammenhänge von sozialen-kommunikativen Fähigkeiten, psychischen Problemen (Depressionen, Ängsten, Zwängen, Sucht), Kontexterkennen, Entscheidungsfähigkeit und chro-nischem Energiemangel von Menschen mit Autismus mit ihrer mangelnden Handlungsfähigkeit. Wege zur Förderung werden in vielen Bereichen wie Sinnerkennung, Willenskraft, Antrieb, Motivation, Handlungsplanung, Energiemanagement aufgezeigt.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Sa., 24.06.2017
Uhrzeit: 10.00-16.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute
Kosten: 70 Euro pro Person
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 Punkte


Wahrnehmung autistischer Menschen – Unser Beitrag zum Weltautismustag!

Die Wahrnehmung autistischer Menschen unterscheidet sich gravierend von der Wahrnehmung neurotypischer Menschen. Die Diskussion über die jeweils eigene Wahrnehmung kann helfen, Missverständnisse über das, was „man“ beim anderen voraussetzt zu verringern. Je besser sich die betroffenen Menschen und ihre Gesprächspartner austauschen, desto besser kann auch die jeweilige Perspektivenübernahme („theory of mind“) gelingen.

Referenten: Dr. Nicosia Nieß, Susanne Nieß (Betroffene)
Datum: Di., 28.03.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Interessierte und Fachleute
Kosten: 20 Euro pro Person
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Jeder ist seines Glückes Schmied – die Geschwister autistischer Kinder im Mittelpunkt

Für die Geschwister autistischer Kinder ist es besonders wichtig, Gelassenheit, Selbstvertrauen und Kommunikationsfertigkeiten zu entwickeln. Wut-weg-Übungen, Glücksregeln, Bedürfnisposter, Rollenspiele und Selbstmotivations-Techniken können den Geschwisterkindern den Alltag erleichtern. Bei diesem Workshop werden praktische Übungen gemacht.

Referent: Gernot Wührer, Dipl.-Psych. Päd. M.A. (Sozialtrainer, Seminarleiter für Geschwister)
Datum: 22.05.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Geschwister, Eltern, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 Euro pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Visuelle Variantenpläne

Eine Methode, die autistischen Menschen helfen kann, neue erfolgreiche Verhaltensweisen zu lernen, statt anzuecken.

Leo tobt, schreit, kratzt und schlägt um sich; Lisa isst das Wurstbrot der Lehrerin auf; Kevin zieht sich zurück und weint; Moni beschimpft die Betreuerin; Frau May steht hungrig und tobend vor dem leeren Kühlschrank. Wir alle kennen diese und andere Register, die autistische Menschen ziehen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Oft erfahren wir dabei nicht einmal, was los ist. Den Betroffenen selbst ist es offensichtlich verwehrt, ein angemessenes Verhalten zu erlernen, um Wünsche zu äußern oder misslichen Situationen beizukommen. Die Folgen ihres Benehmens können sie nicht absehen. Und schon gar nicht, dass sie oft genug am Ziel vorbeischießen.

Visuelle Variantenpläne (VVP) veranschaulichen die Zusammenhänge. In Bildern und/oder schriftlich zeigt eine Bezugsperson eine bestimmte Situation auf und stellt zwei Verhaltensvarianten und dazu deren Ergebnisse einander gegenüber: das bisherige Gebaren und eine ganz neue Strategie, mit der sich das jeweilige Ziel viel besser erreichen lässt. Mit Hilfe solcher visuellen Pläne können Menschen mit Schwierigkeiten im sozialen Lernen und Bewältigen alltäglicher Abläufe die Umstände aus der Distanz heraus immer wieder und im eigenen Tempo betrachten und die verschiedenen Wege der Problemlösung abwägen. Verstehen sie erst das Gefüge, entscheiden sie sich fast immer für die annehmbare und vor allem wirkungsvolle Verhaltensvariante und erweitern so die Bandbreite ihrer Handlungsmöglichkeiten.

VVP sind also nicht nur ein Hilfsmittel, um problematisches Verhalten abzubauen, sondern vor allem ein Leitfaden und Anhaltspunkt für das, was man stattdessen tun kann.
Die Teilnehmer sollen einen Überblick bekommen, wie VVP aufgebaut werden, wirken und im Alltag eingesetzt werden können.

Am Sa, 25.11.17, bieten wir einen ganztägigen, praxisorientierten Workshop an, bei dem die Einsatzmöglichkeiten von VVP im Alltag herausgearbeitet werden.

M. Lell

Referentin: Maria Lell (Logopädin, Klinische Lerntherapeutin)
Datum: Do., 11.05.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute, Angehörige und Interessierte
Kosten: 20 Euro pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen bei autistischen Menschen

Das Erkennen von Mimik bereitet vielen autistischen Menschen auf unterschiedliche Art und Weise Schwierigkeiten: Programme, die das Einprägen von Gesichtsausdrücken und deren Deutungen ermöglichen, müssen an ein Förderprogramm gekoppelt werden, das nicht nur die äußeren, sichtbaren Merkmale der Mimik beibringt, sondern sich auch mit deren komplexem Inhalt – Gefühlen, Gedanken, Absichten und Wünschen – beschäftigt. Dazu gehört die Schulung wichtiger Fähigkeiten wie Gefühlserkennung, Gefühlsregulierung, Gefühlsmanagement aber auch Selbstkenntnis. Die Referentin stellt dieses faszinierende, vielschichtige Thema und das schon seit Jahren bei unterschiedlichen Altersgruppen von Menschen mit Autismus erfolgreich angewendete Programm zum Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen vor.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 20.06.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Mediensucht von Kindern und Jugendlichen mit Autismus

Mediensucht ist weit verbreitet. Erst in der jüngsten Zeit wird sie als Störung anerkannt. Sie tritt häufig als Begleitproblem bei Menschen mit Autismus auf mit ernsthaften negativen Auswirkungen für die Entwicklung, für das Verhalten und für den psychischen Zustand. Mit Sucht und speziell mit Mediensucht ist der Umgang für Eltern und Betroffenen sehr schwierig. In diesem Vortrag hören Sie über die speziellen Gründe von Mediensucht bei Menschen mit Autismus, über Möglichkeiten der Vorbeugung im Kindesalter und über die Therapieansätze bei bestehender Mediensucht von Menschen mit Autismus.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 04.07.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Sexualität und Autismus

Die menschliche Sexualität ist so vielfältig und individuell wie jeder einzelne Mensch selbst. Genauso individuell sind auch die Herausforderungen, vor die uns dieses Thema stellt. Sowohl als Angehöriger, als auch als Fachkraft oder Mitarbeiter in einer Einrichtung bestehen viele Unsicherheiten in Bezug auf das Thema. In diesem Seminar sollen Sie erfahren, was die eigene Sexualität mit derer der anderen zu tun hat. Sie sollen ein Verständnis für Verhaltensweisen erreichen, die Ihnen in Bezug auf das Thema Sexualität Ängste nehmen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Ebenso klären wir, welche Besonderheiten des sexuellen Ausdrucks Menschen mit ASS haben (können). Bitte geben Sie gerne Erwartungen an die Fortbildung sowie konkrete Fragestellungen zum Thema bei der Anmeldung an.

Referentin: Sandra Ilgner (Dipl. Sozialpäd., Sexualpädagogin – ISP zertifizert)
Datum: Fr., 14.07.2017
Uhrzeit: 16.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


Autismus und Prävention von Depression

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen, die bei einem autistischen Menschen auftreten kann. Wenn ein autistischer Mensch depressiv wird, wirken autismusspezifische Fördermaßnahmen wesentlich weniger als ohne Depression. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Depression chronisch wird, ist relativ groß. Deswegen ist die Prävention von hoher Bedeutung. An diesem Abend erfahren Sie die Symptome einer Depression, die Gründe, warum Depression oft Autismus begleitet und Sie werden über zahlreiche Möglichkeiten informiert, wie die Bezugspersonen von autistischen Menschen, darunter auch Helfer und Betreuer, sich im Alltag in der Prävention aktiv einbringen können.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 10.10.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Social Stories

Autistische Menschen haben Probleme, sich in der sozialen Welt zurechtzufinden. Der Grund dafür liegt in ihrer sozialen Wahrnehmung: Sie müssen mit speziellen Methoden lernen, soziale Signale und soziale Regeln zu erkennen und richtig zu deuten. Zu diesen Methoden gehören die sozialen Lerngeschichten („Social Storys“). Interessant ist dabei, dass soziale Lerngeschichten immer aktuell, persönlich passend zu einer konkreten autistischen Person geschrieben werden. Helfer, Betreuer können diese Methode leicht erlernen und in ihre Arbeit integrieren.
An diesem Abend werden Sie über die Besonderheiten der sozialen Wahrnehmung autistischer Menschen, sowie über das Schreiben und die Anwendungsmöglichkeiten von sozialen Lerngeschichten viel Interessantes und Praktisches erfahren.
Je nach Entwicklungsstand eignet sich die Methode für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene im autistischen Spektrum.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 14.11.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Die Fortbildungen und Helferschulungen werden in Kooperation mit autkom durchgeführt


Familienfortbildungen

Dieses Jahr werden wir alle drei Wochen unserer Familienfortbildung im August im Feriendorf Sattelbogen anbieten (1. Woche: 19.08. - 26.08.2017, 2. Woche: 26.08. - 02.09.2017 und 3. Woche: 02.09. – 09.09.2017). Ein Eigenanteil von ca. 350 Euro pro Woche ist zu leisten, der nach der Reise in Rechnung gestellt wird.
Informationen, Ausschreibungstexte und Anmeldeformulare erhalten Sie von Frau Alexandra Merz, Mail: alexandra.merz@autismus-oberbayern.de


1. Woche, Thema: „Erziehung auf Grundlage der Verhaltenstherapie“
Referentinnen: Frau Schäffer, Frau Lautner

Kindern mit Autismus brauchen, unter anderem auf Grund ihrer unterschiedlichen Wahrnehmung, eine andere Erziehung als nicht autistische Kindern.
In unserer Woche wird den Eltern, auf verhaltenstherapeutischer Grundlage erklärt, worin die Unterschiede bestehen.
Das Sozialverhalten und die Kommunikationsfähigkeit autistischer Menschen unterscheidet sich oft sehr von dem nichtautistischer Menschen. Hier gilt es ein gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Erst wenn erkannt wird warum ein Kind ein bestimmtes Verhalten zeigt, kann eine sinnvolle pädagogische Maßnahme geplant werden, um dieses Verhalten abzubauen, zu akzeptieren bzw. durch angemesseneres Verhalten zu ersetzen. Es wird an den zahlreichen konkreten Situationen der Familien gearbeitet.
An einem Vormittag bieten wir einen sogenannten Autismuswahrnehmungs-Parcour an. Hier können die Eltern „am eigenen Leib“ Erfahrungen machen, wie es ist, wenn man Reizüberflutung erlebt oder nicht versteht, was der andere möchte.

Wir werden uns damit befassen, warum Ferien und Freizeiten oft schwierig sind. Erklärungen, Gestaltungshilfen und Material werden von uns angeboten. Wir freuen uns schon sehr, mit Ihnen und Ihrem Kind eine lehrreiche und erholsame Woche zu verbringen!

Elke Lautner / Erzieherin
Denise Schäffer / Heilpädagogin


2. Woche, Thema: „Depressionsprävention – Wie stärken wir unsere Kinder?“
Referentin: Frau Maróthy

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen, die bei einem autistischen Menschen auftreten kann. Wenn ein autistischer Mensch depressiv wird, wirken autismusspezifische Fördermaßnahmen wesentlich weniger als ohne Depression. Deswegen ist die Prävention von hoher Bedeutung: die Fähgikeit, Krisen zu bewältigen und sie als Entwicklungspotential zu nutzen, positive Psychologie, Schutzfaktoren und Problemlösemodelle („Ich schaffs!“) sind einige der Themen, die in der Fortbildungswoche besprochen werden.

A. Merz


3. Woche, Thema: „Überblick über sozialrechtliche Themen, die für Menschen mit ASS wichtig sind“
Referentin: Frau Dr. Nieß

Zum 1.1.2017 haben sich zwei Sozialgesetze vollkommen verändert, in vielen anderen der Sozialgesetzbücher wurden entsprechend Teile verändert. Für autistische Kinder sollte man vieles wissen, wenn die Kinder erwachsen werden, sollte das Wissen der Angehörigen wachsen.
Frau Dr. Nieß hat viele Fortbildungen besucht und kann den Familien einen Überblick geben, welche Gesetze bedacht werden müssen, damit die behinderten Angehörigen zu ihren Rechten kommen.
Die Schwerpunkte der Themen werden nach den Wünschen der Angehörigen gesetzt, an einzelnen Fällen werden die Auswirkungen verständlich gemacht, wenn man einen Antrag stellt. Schwerbehindertenausweis, Pflegeversicherung, Bundesteilhabegesetz, behindertengerechtes Testament und alle Fragen, die Ihnen einfallen.


Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.


Arbeitskreis TRANS-PIKS
für Eltern und Fachleute, die TRANS-PIKS vermitteln

Vielleicht ergeht es Ihnen wie vielen anderen, die ihren Angehörigen oder Klienten die TRANS-PIKS-Methode als Kommunikationsweg und zur Kommunikations- und Sprachförderung nahebringen: nämlich dass im Laufe der Zeit Fragen und Situationen entstehen, die einer Lösung bedürfen. Bezugspersonen bringen vor allem dann das nötige Durchhaltevermögen auf, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg ein Forum haben, um ihre Fragen zu besprechen und sich mit anderen auszutauschen. Solch eine Art von Supervision hat wiederum direkte Auswirkungen auf die kommunikative Aktivität der Probanden.
Der Arbeitskreis ermöglicht einen Austausch und bietet weiterführende Impulse für individuelle und allgemeine Fragestellungen. Er ist darüber hinaus eine Plattform, auf der die aktuellen Weiterentwicklungen von TRANS-PIKS vorgestellt werden.

Referentin: Maria Lell, Logopädin und Klinische Lerntherapeutin
Datum: Do., 06.04.2017
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Fachleute und Eltern, die TRANS-PIKS vermitteln
Kosten: 30 € pro Person
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


TRANS-PIKS Aufbaukurs

Im Aufbaukurs sollen die weiterführenden sprachtherapeutisch fundierten Maßnahmen (Stufe VII) hinsichtlich Sprechen und Aussprache, Wortschatz, Satzbau, Pragmatik (Gebrauch der Sprache) und Erzählen vermittelt werden. Die Kursteilnehmer lernen Möglichkeiten kennen, wie sie TRANS-PIKS im Alltag zuhause, in Kindergarten, Schule und HPT anwenden können (Stufe VIII).
Außerdem werden noch andere Themen rund um TRANS-PIKS wie der Übergang zu Sprache und Sprachausgabegerät, weitere Vermittlungstechniken und das Erstellen eines Ich-Buches thematisiert.

Referentin: Maria Lell, Logopädin und Klinische Lerntherapeutin
Datum: Sa., 30.09.2017
Uhrzeit: 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die schon einmal einen TRANS-PIKS-Grundkurs absolviert haben (wenn schon länger zurückliegend, dann mit Refresher-Kurs, s. oben)
Kosten: bitte bei uns erfragen
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 Punkte


TRANS-PIKS Refresher und Update - Wie war das nochmal und was ist neu?

Ein Kurs für Wiedereinsteiger und Aktive, die die Teilschritte der Methode noch einmal durchgehen oder Fragen und Unsicherheiten klären möchten und neugierig auf die vielen Weiterentwicklungen von TRANS-PIKS sind.

Referentin: Maria Lell, Logopädin und Klinische Lerntherapeutin
Datum: Sa., 23.09.2017
Uhrzeit: 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die schon einmal einen TRANS-PIKS-Grundkurs absolviert haben
Kosten: bitte bei uns erfragen
Anmeldung: Frau Pospiech, Tel. 0172 / 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 Punkte


Besichtigung der Einrichtung Regens Wagner Hohenwart am 13. Juni 2017 ab 10.00 Uhr

Hohenwart, zwischen München und Ingolstadt gelegen, ist schon für eine ganze Reihe junger Erwachsener aus unserem Verein zur neuen Heimat geworden:
„Bei Regens Wagner Hohenwart werden für Menschen mit Autismusspektrumsbesonderheit wichtige pädagogische und therapeutische Konzepte umgesetzt und gezielt mit Strukturierungshilfen nach dem TEACCH – Ansatz gearbeitet. Die günstigen Rahmenbedingungen, wie die Ausstattung nach dem „Würzburger Modell – Bauen für Geborgenheit“, sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter in verschiedensten Kommunikationsmethoden, wie der „Gestützten Kommunikation“, bieten eine gute Grundlage für dieses ganzheitliche Betreuungskonzept.“
Es gibt Mitarbeiter, die fachlich speziell für die Begleitung der Menschen mit Autismus weitergebildet sind, und verschiedene Wohnkonzepte: „Ob in speziellen kleinen Wohngemeinschaften im Haus am Wald oder im Rahmen des Außenwohnens für Menschen mit Autismusspektrumsbesonderhiet ohne geistige Behinderung – für alle versuchen wir einen passenden Ort zu finden.“
Ebenso gibt es verschiedene Arbeits- und Beschäftigungsorte in der Werkstätte (WfbM), der Werkstattgruppe für Menschen mit Autismus (WMA) und in der Förderstätte, mit auf die Bedürfnisse der autistischen Menschen abgestimmten Rahmenbedingungen.
Hr. Helmut Hirner vom Fachdienst Autismus wird uns unterschiedliche Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten vorstellen und über die aktuelle Planung berichten: in Pfaffenhofen sollen neue Wohngemeinschaften für Menschen mit ASS ohne geistige Behinderung entstehen!

Die Besichtigung beginnt pünktlich um 10 Uhr; um genügend Zeit für Besichtigung und Rückfragen zu haben, ist ein Mittagessen mit eingeplant; Ende etwa 14.00 Uhr.

Anmeldung und Rückfragen:
C. Nagy, Mail: christiane.nagy@autismus-oberbayern.de, Tel. 0172 - 342 69 09

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie zum Mittagessen bleiben können und ob Sie eine Mitfahrgelegenheit brauchen oder anbieten können; Anmeldefrist: 1. Juni 2017
Treffpunkt: ab 9.45 Uhr Haupteingang Regens Wagner Hohenwart, Richildisstr. 13, 86558 Hohenwart

Nähere Informationen zur Einrichtung: http://www.regens-wagner-hohenwart.de


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autkom

Wir laden Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen ein!

Die offenen Treffs für Menschen mit Autismus finden freitags von 13:30 bis 14:00 Uhr statt. Für Eltern, Großeltern, Angehörigen, Interessierten sowie Menschen mit Autismus und Fachleuten steht jeden zweiten Monat das Elterncafé zum Austausch und Plaudern bereit. Eine Anmeldung ist für die offenen Treffs nicht erforderlich. Wir freuen uns über jede/n der einfach mal vorbeischaut.

Unsere Freizeit- und Begegnungsangebote finden in regelmäßigen Abständen statt. Sie reichen von Treffs für Partner von Menschen mit Autismus über Entspannungskurse, die Kreativwerkstatt bis hin zu Schachkursen für Kinder.

Für die Bildungsangebote, wie den Tagesworkshop ‚Herausforderndes Verhalten bei Kindern Jugendlichen und Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störung‘ (27.04.2017) ist eine Anmeldung erforderlich.

Auf folgende Informationsveranstaltungen möchten wir Sie insbesondere hinweisen:

  • 04.04.: Autismus kindgerecht erklären
  • 25.04.: Kommunizieren auf alternativen Wegen – die Entwicklung von Kommunikationsstrategien
  • 27.04.: Herausforderndes Verhalten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störung
  • 09.05.: Autismus-Spektrum-Störung und Fahreignung
  • 11.05.: Visuelle Variantenpläne
  • 22.05.: Jeder ist seines Glückes Schmied – die Geschwister autistischer Kinder im Mittelpunkt
  • 24.05.: Außerirdische Reportagen vom Schulalltag – ein junger Autist beschreibt seine Erdansicht – Buchvorlesung
  • 18.05.: Autismus kindgerecht erklären

Die Anmeldung zu den einzelnen Terminen ist unter 089 / 4522587-0 möglich.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender unter www.autkom-obb.de

Dr. Martina Schabert (Fachreferentin autkom)


Autismus-Spektrum-Störung und ADHS

Während in der „Internationalen Klassifikation psychischer Störungen/ICD-10“ (WHO, 1992) die Diagnosen einer Autismus-Störung und ADHS als unvereinbare „Ausschlussdiagnosen“ aufgeführt werden, lässt die 5. Revision des „Diagnostisch statistischen Manuals psychischer Störungen/DSM-V“ (APA, 2015) beide Diagnosen als „Co-Morbidität“ vor. Was spricht für, was gegen diese definitorischen Festlegungen? Das soll im Vortrag erörtert werden.

Referent: Prof. Dr. med. Matthias Dose (Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie, kbo-Berater für Autismus-Spektrum-Störungen und Huntington-Krankheit)
Zielgruppe: Menschen mit Autismus, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Termin/Uhrzeit: 24.10.2017, 18:00 – 20:00 Uhr
Teilnehmerzahl: mindestens 6 Teilnehmer; begrenzte Teilnehmerzahl
Kostenbeitrag: 5 € (Menschen mit Autismus, FeD und ehrenamtliche Mitarbeiter autkom sowie Mitarbeiter des Helferdienstes autismus Oberbayern e.V. kostenfrei)
Anmeldung: Telefon: 089 4522 587-0; E-Mail: info@autkom-obb.de

Quelle: Veranstaltungskalender 2017 von autkom


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Autismus-Stiftung aktuell

Abschied

Frau Elisabeth Euringer, langjähriges Verbands- und Gründungsmitglied der Stiftung, ist am 2. Dezember vergangenen Jahres im Alter von 89 Jahren von uns gegangen. Ihr Leben war geprägt von der Fürsorge für ihren Sohn. So unterstützte sie z.B. gerne seine Kontakte in ganz Deutschland. Freunde aus Hamburg und Berlin bot sie gastfreundlich ein Quartier, wenn Alfons seinen Freunden München zeigen wollte. Sie selbst lebte ein bescheidenes Leben mit viel Rücksichtnahme und Krafteinsatz für andere, für Menschen, die Hilfe benötigten. Mit der ihr eigenen Selbstverständlichkeit pflegte sie ihre Mutter 11 Jahre lang, wobei sie ihre eigenen Bedürfnisse oftmals vernachlässigte.

Frau Euringer hat neben vielen ehrenamtlichen Aufgaben vor allem auch 2009 die Gründung der Autismus-Stiftung vorangetrieben. Sie spendete einen großen Betrag für den Kapitalstock, ohne den wir unsere Arbeit für erwachsene autistische Menschen gar nicht hätten aufnehmen können. In den folgenden Jahren bedachte sie die Stiftung immer wieder mit nicht unerheblichen Beträgen als Zustiftungen und begleitete die Aktivitäten als Beiratsmitglied.

Wir gedenken der Verstorbenen mit Respekt und großer Hochachtung. In unseren Herzen lebt sie weiter.

Brigitta Stuber
(für den Vorstand)

Autismus-Stiftung Oberbayern, Poccistraße 5, 80336 München
Tel.: 08564 - 9638534
Bankverbindung: Stadtsparkasse München, BIC SSKMDEMM, IBAN DE 02 7015 0000 1001 1223 89

Danke!
Die Autismus-Stiftung Oberbayern bedankt sich ganz herzlich bei den Kollegen von Alfons Euringer, die für eine Kranzspende gesammelt hatten!


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Informationen und Tipps

Studienteilnehmer (im Alter zwischen 4 und 10 Jahren) für Autismus-Spektrum-Forschung der LMU gesucht

Für unsere laufende Studie suchen wir Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren mit einer gesicherten ASS-Diagnose, welche sich mitteilen und einfache Instruktionen verstehen können. Derzeit untersuchen wir, wie Kinder mit und ohne ASS mit anderen in Spielsituationen interagieren. Dies ermöglicht es uns herauszufinden, ob Kinder mit und ohne ASS unterschiedlich auf nichtsprachliche Signale anderer Personen eingehen. So lernen wir mehr darüber, wie sich nichtsprachliche Kommunikation, ein wichtiger Bestandteil unserer Interaktionen mit anderen Menschen, entwickelt.
Jedes teilnehmende Kind erhält ein persönliches Geschenk im Rahmen von 20€. Zusätzlich bieten wir eine Aufwandsentschädigung für die Anfahrt.
Flexible Terminvereinbarungen sind möglich.

Schreiben sie bei Interesse eine Mail an:
Tobias.Schuwerk@psy.lmu.de
Wir würden uns sehr freuen von Ihnen zu hören!

Herzliche Grüße,
Dr. Tobias Schuwerk
LMU München, Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie
Leopoldstr. 13, 80802 München


Münchner Kinder- und Jugendpsychiatrische Kolloquien

Das Jahresprogramm finden Sie auf http://www.kjp.med.uni-muenchen.de/lehre.php.
Die Veranstaltungen finden jeweils an den ausgewiesenen Orten von 18:30-20.00 Uhr statt.
Jede Ausgabe wird mit 2 CME Punkten zertifiziert, eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.


Neues aus der Ambulanz für Störungen der sozialen Interaktion (Max-Planck-Institut für Psychiatrie)

Wir danken Herrn PD Dr. Leonhard Schilbach für folgende Informationen:

1) Im April wird neben der „Ambulanz für Störungen der sozialen Interaktion“ auch eine „Tagklinik für Störungen der sozialen Interaktion“ eröffnen, die ein Behandlungsangebot speziell für Erwachsene mit hochfunktionalem Autismus vorhalten wird. Dabei soll es neben der Psychotherapie gerade auch um die Unterstützung bei der beruflichen Integration gehen.
Informationen und Flyer erhalten Sie auf http://www.psych.mpg.de/tagklinik-soziale-interaktion

2) Aktuell wird in der Ambulanz eine sogenannte fMRT-Studie durchgeführt. Dabei wird non-invasiv die Hirnaktivität bei Personen mit hochfunktionalem Autismus untersucht. Es soll untersucht werden, welche Unterschiede in der Informationsverarbeitung auf der Hirnebene bei Personen mit Autismus vorliegen und wie dies erklären kann, dass Personen mit Autismus gerade soziale Aspekte der Umwelt anders wahrnehmen.
Herr PD Dr. Schilbach und sein Team würden sich sehr darüber freuen, wenn viele Erwachsene mit hochfunktionalem Autismus an der Studie teilnehmen.

Interessenten können sich bei Frau Dr. Parpart melden: Fr. Dr. Parpart, Tel. 089 / 30622-537, Mail: hella_parpart@psych.mpg.de


Jugendforschung: Wie können Wünsche und Bedürfnisse von Jugendlichen mit Behinderungen besser erkannt werden?

Liebe Eltern, liebe Jugendliche,
wir sind von Hr. Brodersen vom Deutschen Jugendinstitut angesprochen worden. Dort wird zurzeit geforscht, wie man Jugendliche mit Behinderungen besser als bisher erreichen kann, damit sie in der Jugendhilfeplanung, der politischen Repräsentation und der Sozialberichtserstattung nicht „unter den Tisch fallen“.
Das Forschungsteam möchte die Jugendlichen als ExpertInnen ansprechen, mit ihnen entsprechende Fragebögen ausprobieren und ihre Meinung dazu kennen lernen. Dies soll u.a. so durchgeführt werden, dass sich ab Mai jemand aus dem Team mit einzelnen Jugendlichen trifft und einen entsprechenden Fragebogen bearbeitet.
Das Projekt wird am Deutschen Jugendinstitut durchgeführt und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert. Es hat damit keinerlei kommerzielle Interessen und arbeitet nach strengen Datenschutzrichtlinien. Näheres können Sie auf der Projekthomepage (http://www.dji.de) finden.
Wir fänden es sehr gut, wenn auch Jugendliche mit Autismus dazu gehört werden; wenn Ihr Sohn / Ihre Tochter bereit wäre mitzumachen, wenden Sie sich bitte an brodersen@dji.de.

C. Nagy


münchen für alle

Seit September 2015 gibt es das Inklusions-Projekt „münchen für alle“. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von sechs Trägern. Die Träger kommen aus der Jugend-Arbeit und der offenen Behinderten-Arbeit. Die Aktion Mensch fördert das Projekt für drei Jahre.
Die pädagogischen Fachkräfte Kilian Ihler und Eva Meyer betreuen das Projekt. Ein Team von Ehrenamtlichen unterstützt die beiden bei ihren Aufgaben. Die Ehrenamtlichen sind junge Erwachsene mit Behinderungen.

„münchen für alle“ hat nämlich zum Ziel, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen in ihrer Freizeit das machen können, was sie wollen. Sie sollen bei den vielen Freizeit-Angeboten mitmachen können, die es in der Stadt München gibt. Dieses Ziel verfolgt das Team von „münchen für alle“ mit seinen drei Haupt-Aufgaben:
Der Lotsen-Dienst ist ein Angebot, bei dem Jugendliche individuell bei der Gestaltung und Umsetzung ihrer Freizeit-Wünsche beraten und unterstützt werden. Die Fach-Kräfte von „münchen für alle“ begleiten die Jugendlichen vom ersten persönlichen Gespräch bis hin zum ersten Besuch eines gewünschten Freizeit-Angebots.

Außerdem bietet das Team von „münchen für alle“ Schulungen zu Themen wie Inklusion und Behinderung an. Diese richten sich ebenfalls nach den individuellen Anliegen und Fragen von interessierten Einrichtungen. Die Schulungen können zum Beispiel einen Einzelfall-Beratung sein. Oder auch eine Fortbildung zu einem bestimmten Thema.

Den dritten Aufgabenschwerpunkt bilden die Inklusions-Checks. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern prüft das Team von „münchen für alle“: Wie inklusiv sind Einrichtungen der Jugend , Freizeit-, und Kultur-Arbeit wirklich? Das Angebot einer Einrichtung wird umfassend ‚gecheckt‘. Das Team sieht sich die Internet-Seite und Werbe-Materialien von einer Einrichtung an. Und prüft: Finde ich hier die Information, die ich brauche? Ist das Material übersichtlich und verständlich gestaltet? Dann besucht das Team die Einrichtung und checkt das Angebot. Am Schluss gibt das Team der ‚gecheckten‘ Einrichtung Tipps, was sie noch verändern kann, um inklusiver zu werden.

Neben diesen Aufgaben ist „münchen für alle“ vor allem auch ein Netzwerk-Projekt. Akteure der Jugend-Arbeit und der Behinderten-Hilfe sollen zusammen kommen. Und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen ermöglichen, dass sie einander begegnen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen können.

Kontakt: info@muenchenfueralle.de
Web: www.muenchenfueralle.de
Tel.: (089) 716 88 716


autismus Deutschland e.V. informiert über das Bundesteilhabegesetz

Auf der Seite von autismus Deutschland e.V. (bitte hier klicken) können Sie sich über das Bundesteilhabegesetz und alle aktuellen gesetzlichen Neuerungen informieren.



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Buchbesprechungen

AUT IST IN

Aut Ist In

Bücher über Autismus haben Hochkonjunktur. So war meine erste Reaktion: braucht es denn wirklich noch ein weiteres Buch? In der Ankündigung hieß es: „Zielgruppe sind Eltern, Angehörige, Ärzte, Pädagogen und Psychologen ebenso wie potenzielle Arbeitgeber und Kollegen - die breite Öffentlichkeit. Es eignet sich für Wartebereiche.“

Als ich das Buch dann in der Hand hielt, erschloss sich Letzteres sofort: ja, ein Buch mit diesem ungewöhnlichen Format (30x30cm) und dem entsprechenden Gewicht kann man beruhigt auslegen – das verschwindet nicht so leicht in einer Tasche! Aber nicht nur äußerlich ist es ein Buch über Autismus, wie ich es bisher nicht kenne:
In der Art von kurzen Zeitschriftenartikeln, mit schönen und berührenden Fotografien, die ebenso viel Raum und Bedeutung bekommen wie die Texte, werden verschiedene Facetten des Themas „Autismus“ angesprochen: Diagnostik und Förderung, die verschiedenen Ausprägungen der Autismus-Spektrum-Störung, Erklärungsmodelle, berufliche Möglichkeiten, praktische Tipps für Arztbesuche … Die einzelnen Themen werden nicht im Detail ausgeführt; aber am Ende jedes Artikels findet man Anregungen, wo man bei Interesse weiterlesen kann.

Einen ganz wichtigen Teil des Buchs jedoch nehmen die Porträts von Menschen mit ASS ein: jede, jeder Einzelne unverwechselbar, wertvoll und liebenswert, mit den ganz eigenen Erfahrungen, Problemen, Begabungen, Stärken. Das Einzige, was mir bei diesem Buch nicht ganz gefällt, ist ein gewisses Ungleichgewicht: es überwiegt die Darstellung der einen Seite des Spektrums, der hochfunktionalen und Asperger-Autisten.

Dennoch empfehle ich das Buch gerne, gerade auch zum Auslegen und Darin-Blättern. Es ist ästhetisch und emotional sehr ansprechend, weckt Interesse, gibt gute sachliche Erstinformationen, viele Tipps zu weiterführender Literatur und nennt Adressen, bei denen man Hilfe bekommen kann.

C. Nagy


Der Straßensammler

Die unglaublichen Erlebnisse eines autistischen Weltreisenden
Peter Schmidt, Patmos Verlag 2016

Der Straßensammler

An diesem Buch hat mich ganz besonders fasziniert, welche Diskrepanzen zwischen Intellekt und Erleben in einem Menschen liegen können. Gleichzeitig hat es mich fasziniert, wie dieser Mensch sich nicht unterkriegen lässt von seinem Autismus und den damit verbundenen Schwierigkeiten und wie er den Intellekt dazu einsetzen kann, diese Schwierigkeiten zu überwinden.
Er „wählt seine Ziele aus, bestimmt, wo es langgehen soll“. Das kann man als autistische Fixierung sehen – oder als besondere Begabung, mit Schwierigkeiten fertig zu werden. „Ich habe meine Pläne A, B, C, D, E und F. Wenn A nicht geht, dann B und so weiter. Meine selbst erarbeitete, geplante Flexibilität.“
So eine klar selbst erarbeitete Flexibilität wünsche ich vielen, nicht nur autistischen Menschen. Die unglaubliche Hartnäckigkeit, sich Ziele zu setzen und dann nicht locker zu lassen, bis diese Ziele erreicht sind, hat mir sehr imponiert.

Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen, jede kann man für sich genießen. Jede hat ihren eigenen Reiz, von der ersten und pannenreichsten Straße über die unmöglichste Straße, die heißeste Straße, die engste Straße. Ein wunderbarer Abschluss für mich ist ein sehr philosophisches Kapitel: „Strukturen geben Halt“.

Die „Sehnsucht“, die Peter Schmidt bis heute antreibt, würden Fachleute wohl eher emotionsloser als „Motivation“ benennen. Aber aus diesen vielen spannenden, lustigen, gefährlichen, Erlebnissen können wir das wichtigste sehen, nämlich „dass ein Handicap kein Grund sein muss, Ziele vorzeitig aufzugeben, nur weil sie aus Sicht anderer als eigentlich unmöglich erreichbar gelten“.

So wünsche ich vielen Menschen, ob autistisch oder nicht, dass sie Ziele haben, Sehnsüchte und dass es ihnen gelingt, diese Ziele zu erreichen. Und ich wünsche vielen Menschen die Erfahrung, wie unendlich befriedigend es sein kann, anderen Menschen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen.

N. Nieß


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